Hier habe ich für einige meiner Gedichte, die ich selber verfasst habe und größtenteils meine Gefühle wiederspiegeln...

An die Liebe auf den ersten Blick

 

Sie liebt ihn und sieht ihm in die Augen,

Sie weiß, ihre Liebe kann nichts taugen.

Sie träumt von ihm, immer wieder, Tag für Tag,

Sie weiß ganz genau, wie sehr sie ihn doch mag.

 

Wie lange ist es her, als sie ihn das erste Mal sah?

Er war weit weg von ihr und doch ganz nah.

Liebe auf den ersten Blick, hält es daher so lange?

Liebesgeständnis? Hat sie deshalb so viel bange?

 

Was lieben heißt, das weiß sie nicht.

Zu lieben hält sie für eine große Pflicht,

Doch liebt sie ihn und hasst es so sehr,

Aber die Liebe nimmt zu, immer mehr…


An die Liebe auf den ersten Blick II.

 

Was ist bloß mit mir passiert?

Es ist so, als ob meine Welt krepiert…

Wohin geh ich, wohin gehst du?

Hätte ich bloß diesen gläsernen Schuh,

Dann würd ich auf den Prinzen warten,

Hätte dennoch keine bessere Karten.


Diese beiden Gedichte sind nur zwei meiner Gedichte in der Schulzeit, als ich mich in der 4. Klasse in jemanden auf den ersten Blick verliebt habe. Diese liebe hat bis zu meiner 9/10. Klasse einseitig gehalten.

My dome

 

I saw your eyes, I saw your pain

My existence is just a bane

I saw your face, I saw your smile

I tried to laugh, it was a trial

But then I was alone again

 

And now I´m here, staying alone

Crying hard with a heart of stone

I was still small and left your home

Wanted to feel warm in my dome

But then I was alone again

The princess

 

The princess looks above her,

looks inside your eyes.

You, whom she wouldn´t hate

Even if she tries!

 

 

Look inside her eyes,

And see her pain!

Love her deep inside

And never let it vain!

Oktober 2014


 

Sehnsucht nach dem Sterben

 

Wenn sie nachts wieder aus dem Fenster guckt

Und leise ihr Trauer wieder voller Tränen schluckt,

Wenn sie nur dasitzt und wieder mal weint,

Wenn ihr Leben mal wieder sinnlos erscheint

Dann ruft sie zu Gott und betet und fleht,

Zu diesem Gott, der das alles nicht versteht.

 

Wenn sie nachts wieder in ihrem Bette liegt

Und in ihre Scheinwelt wieder voller Tränen fliegt,

Wenn sie nur daliegt und wieder mal weint,

Wenn ihr Leben mal wieder schrecklich erscheint

Dann ruft sie den Teufel und flucht und schreit

Sie sei doch zum Sterben schon längst bereit.

 

Wenn sie nachts endlich auf dem Boden liegt

Und in ihren Tod endlich voller Tränen wiegt,

Wenn sie nur daliegt und endlich mal stirbt,

Wenn ihr Leben endlich das Schönste verdirbt,

Dann liegt sie da und spricht ihr letztes Gebet

Und hofft, dass dieser Gott sie doch noch versteht.

 

Was ist und was bleibt, das weiß sie nicht

Sie ist dem Tode gegenüber, zur Angesicht.

Sie will ihr sinnloses Leben hinter sich bringen,

Nicht wie alle anderen um das Leben ringen.

Sie will nicht und doch kann sie es nicht lassen

Sie kann es selber auch kaum fassen.

 

Sie wollte nie sterben, will es immer noch nicht,

Ihr Schicksal war mies und nahm ihr das  Licht

Dann war sie in der Dunkelheit, ihr Herz voller Trauer

Ihre Gedanken umschlungen von einer endlosen Mauer

Kein Ausweg, kein Licht, keine Hilfe war für sie da,

Verschlossen ging sie zugrunde, das war ihr klar.

 

Nun lag sie am Boden, nahm ihr letzten Atemzug

Wollte sich vorbereiten auf einen weiten Flug,

Ihre Entscheidung stand fest, aber das bereut sie jetzt,

Sie will weiter leben, aber sie hat sich zu tief verletzt

Ohne ein Abschiedsbrief, nur mit ihrem Tagebuch,

verlässt sie diese Welt, von ihrem eigenen Fluch

15.06.2013

 

 

Sehnsucht nach dem sterben - Gedanken einer...

 

Das, was ich in mir fühle,

Was ich immer spüre,

Das geht nicht einfach weg,

Wie ein dreckiger Schmutzfleck.

Es zerreißt mich von innen,

Wenn die Gedanken beginnen!

 

 

 


Das reicht!

 

Ein Wochenende, das sagt sich leicht,

Für Klausuren lernen, das Reich!

Ich will Ruhe und schlafen,

Nicht auf Lernzettel gaffen,

Ein Wochenende, für mich allein,

und ausgeruht werde ich sein!

Mai/Juni 2015

Das Gedicht "Das reicht!" ist neben diesem Bild in einer Mathestunde entstnden

Die Geschichte, die keiner kennt

 

Es gab einmal vor langer Zeit,

eine wunderschöne Meid.

In einer fernen Welt wurde sie geboren

doch ihre Eltern sind gestorben.

Man schickte sie woanders hin,

doch all das ergab ihr keinen Sinn.

Sie fand erneut Glück in dieser Welt,

aber nun, wo alles so zerfällt,

flucht und schreit sie ganz laut raus,

ist nicht länger eine stille Maus.

So viele Tränen im zärtlichen Gesicht,

so viel Feuer im hellen Licht,

Und da sieht man sie nieder knien,

Als alles um sie herum zu brennen schien.

Mit einem Baby in dem Arm,

Mit Lächeln voller Charme.

Das Kind ist tot, die Welt, es brennt,

so endet die Geschichte, die keiner kennt.

 

14.5.2015


Ein endloses Stück

 

In einer sterbend dunklen Nacht,

Kämpften zwei Ritter um ihre Macht.

 

Der eine, weiß wie Schnee,

Geliebt von der traumhaften Fee,

 

Der anderer, schwarz wie Pech,

Mit einem Herzen aus Blech.

 

In einem Kamp um Leben und Tod,

Ohne einen Ausweg, der sich ihnen bot,

 

Kam ein junges Mädchen aus dem Nichts,

Verzaubert mit der Wärme des Sonnenlichts,

 

Kam auf den schwarzen Ritter zu,

küsste seinen schwarzen Handschuh.

 

Das Pech verfloss,

Wie er die Nach genoss.

 

Sie teilt mit ihm das Glück

In einem endlosen Stück.

19.5.2015


Happy end

 

Wie sie am Wiesenrande lag,

An einem traurigen Tag,

Kam ein Fremder auf sie zu

Und sie lächelte im nu.

 

Ihre Trauer im Verborgenen,

Ihre Liebe in Geborgenem,

Lebte sie ihr Leben,

Wie von Gott gegeben.

 

War ihr Leben auch nicht schön,

Wollte sie es nicht erhöhn.

Sie war zufrieden wie sie war,

In der traurigen Schar.

 

Als der Fremde sie so sah,

Wusste er nicht wie es ihm geschah,

Herzklopfen in seiner Brust

Aufgeregt mit seiner Lust.

 

Lächelnd stand sie da,

in seiner Nähe, ganz nah.

Er umarmte sie

mit warmer Magie.

 

Der traurige Tag ist nun zu ende

Genau wie ihre Missstände.

Glücklich sind die beiden,

Werden kein Unglück mehr erleiden.

24.5.2015


Als ich am Leben war

 

Als ich am Leben war,

wusste ich nicht wie es geschah,

verlor ich, was ich war,

und nun, wo es geschah,

ist ein Ende nicht in Sicht,

sondern nur das helle Licht!

 

Mai/Juni 2015


Eine Klage

 

 

Vor noch nicht so langer Zeit,

Stand ein Mädchen in der Einsamkeit.

Auf einer Wiese stand sie da,

So einsam wie sie war.

 

Gefolgt von ihrem Leben,

Wollte sie doch nur noch sterben.

Konnte sich aber nicht überwinden

Von dieser Welt zu verschwinden.

 

So sprach sie in einer klaren Nacht

Zu dem, der über sie wacht:

Wer bin ich, um hier zu sein?

Ich bin doch Nichts, nur Schein!

 

Nimm mich fort, von dieser Welt,

In der mich nichts und niemand hält!

Gib mein Leben einem, der es verdient,

ich hab mein Leben bereits abgedient!

Mai/Juni 2015


Paula

 

So tief versunken sitzt sie dort,

an einem so natürlichen Ort,

träumt von warmen Sonnenschein

hinter dem fernen weiten Hein.

Sie nimmt das weiße Papier

Und zeichnet den Ort von hier.

Ende Juni 2015


Eine Woche bleibt mir noch

 

Wie schön die Blumen duften

In den unbeschreiberen Lüften!

Und obwohl ich sie nicht sehen kann

Bin und bleib ich bei dem einen Mann!

 

Seine zärtliche Berührung in der Nacht

Hat Liebe mit Würde, voller Macht!

Sein Blick zerreißt mich in Stücke

Und seine Umarmung lässt keine Lücke!

 

Schließ ich meine Augen für Sekunde

Spür schon Wärme an meinem Munde!

Der Funke glüht, die Liebe brennt

Als ob sie keine Grenzen kennt!

 

Doch mach ich meine Augen auf

Wache ich aus dem Traum auf!

Frage mich wie lang der Funke bleibt

Und ob unsere Liebe noch gedeiht!

 

Eine Woche bleibt mir noch

Doch weiß ich, bleibt ein Loch,

Wenn ich nach Hause fahre,

Und an dieser Liebe harre!

 

Juli 2015


Das Gedicht "Eine Woche bleibt mir noch" ist das erste Gedicht, welches an meine erste erwachsene Liebe gewidmet wurde.

Wenn ich einmal verzweifelt bin

 

Ich dachte und träumte von einer Welt,

Wo unsere Liebe eine Ewigkeit hält!

Ich träumte und dachte in der Einsamkeit,

Von den schönen Momenten unserer Zweisamkeit!

 

Aber war das alles nur ein Traum von mir?

Ein bitter süßer Traum von Liebe und von dir?

Werden wir jemals diesen Traum leben können?

Und wirst du mir für immer deine Liebe gönnen?

 

So weit entfernt von dir, so ganz allein

Doch du scheinst damit ganz fein zu sein!

Verraten willst du mir von deinem Leben nicht mehr viel

Endet dadurch unsere Liebe als ein reines Glücksspiel?

 

Ob wir dieses Spiel gewinnen können, weiß ich nicht.

Ich zweifle nun und befinde mich im Irrlicht ...

Nur stärker werden diese Zweifel von Minute zur Sekunde

Und sie hinterlassen eine schmerzvolle und tiefe Wunde.

 

Ich warte immer weiter und komme nicht voran!

Warte und träume von dir als meinen Ehemann!

Die Zweifel leg ich ab und werde weiter Treue zeigen,

An unsere tiefe Liebe glauben und aufhören zu weinen!

11.08.2015 


Wenn du mir keine Antwort gibst

 

Wenn ich nur an dich denke,

Meine Zeit an dich verschenke,

Wird mein Herz unendlich schwer,

Meine Liebe, meine Abwehr!

 

Schreien nützt mir nicht mehr viel,

Frage dich, ob ich dir gefiel,

Doch deine Antwort ist weg,

Meine Liebe hat keinen Zweck!

 

Nachts lieg ich hier ganz allein,

Frage mich: Wer wird bei dir sein?

Du, der bist in der Ferne,

Siehst du, wie ich hassen lerne?

                                                      26.8.2015


Seine Entscheidung

 

Diese Stille in meinem Kopf,

Sie sucht nach dem einen Dummkopf,

Der mein Herz in zwei zerrissen hat,

Indem er diese eine Sache tat!

 

Gänge er nicht in meine Welt hinein,

Dann könnte ich niemals seine sein,

Könnte mein volles Leben jetzt genießen,

Würde ihn auch niemals so vermissen!

 

Aber er ist in meinem Leben aufgetaucht,

Und später wie er wollte abgetaucht,

Hat meine Liebe zu ihm für sich missbraucht,

All seine kleinen Gefühle für mich verbraucht!

 

Was soll ich für ihn jetzt noch empfinden,

Ich wollte ihn doch so sehr an mich binden,

Dass wir für immer zusammen sein können,

Dass wir uns ein glückliches Leben gönnen!

 

Es war alles nur ein Wunsch von mir,

Bleibt einzig und allein ein Souvenir,

Die Worte von Liebe, von Zusammensein,

Von Heirat, von Kindern, alles nur ein Trugschein!

 

Seine Entscheidung hat er selbst gefällt,

Das einfache Verhältnis einfach herausgestellt,

Indem er nicht sagt, dass er mich nicht liebt,

Sondern mir eine schmerzvolle Forderung aufgibt!

 

Ich soll ihn lieben, aber nicht wie einen Mann,

Sondern wie einen Bruder, einen Freund, dieser Blödmann!

Wie kann er das von mir verlangen,

Als wäre meine Liebe zu ihm längst vergangen!

 

So einen Trottel will ich nicht mehr lieben,

Wäre ich damals doch nur zu Hause geblieben,

Aber das Schicksal hat sich nicht aufhalten lassen,

Wollte mir die Liebe und den Kummer nicht unterlassen!

 

Und obwohl ich noch jeden Tag an ihn denke,

Empfinde seine Küsse als kleine Geschenke,

Will ich nichts sehnsüchtiger als ihn zu vergessen,

Mich nicht länger über seine Entscheidung stressen!

 

2.9.2015


Nur ein Traum

 

Nun war es wieder mal so weit,

Ich lag in einer schönen Traumzeit,

Träumte wieder mal von dir,

Als wärst du endlich hier, bei mir.

 

Ich genoss jede einzelne Sekunde,

Als wäre sie eine volle Stunde,

Als wäre sie eine Unendlichkeit,

Die wir verbringen können, nur zu zweit.

 

„Ich liebe dich“ hast du gesagt,

Und ich habe nicht weiter nachgefragt,

Sondern lag nur in deinen Armen,

Oh Himmel, Gott, ich bitte um Erbarmen!

 

Aber Gott wollte mich nicht erhören,

Wollte meine Erinnerungen nicht zerstören,

Diese Erinnerungen, die ich vergessen wollte,

Die ich einfach nur ausradieren sollte!

 

Aufgewacht, voller Tränen in den Augen,

Das Vergessenwollen will bei mich nix taugen,

Weil er diese Worte nie wieder sagen wird,

Hinterlässt er mich einsam und verwirrt.

Oktober 2015


Wenn ich nachts in meinem Bett liege

 

Ich liege nachts in meinem Bett,

Höre das streitende Duett,

Sehe alles nur noch rot,

Sehe, die Beziehung ist jetzt tot.

 

Er zählt von vorne: eins, zwei, drei…

Oh, Gott, wann kommt die Polizei?

Er zählt weiter: vier, fünf, sechs…

Meine Tränen fliesen, ein Reflex?

 

Er zählt weiter: sieben, acht…

So hallt es durch die Nacht.

Er zählt weiter: neun, zehn…

Ist er etwa schizophren?

 

Ich liege nachts in meinem Bett,

Wann endet das streitende Duett?

Höre jeden Schlag für Schlag,

Höre, auch wenn ich es nicht mag.

 

„Geh weg, verschwinde, komm nicht wieder!“

Vertreibt er sie wie ein Paranoider.

„Verschwinde, doch die Kleine bleibt!“

Was für ein Unsinn er doch beschreibt!

 

„Du bist verlogen, gar nix wehrt!“

Der Alkohol hat alles nur erschwert.

„Geh weg, sonst bist du tot!“

Meine Mam ist in schwerer Not!

 

Ich liege nachts in meinem Bett,

Wie lange geht das streitende Duett?

Ich spüre Tränen auf dem Kissen,

Spüre, doch keiner kann das wissen!

 

Er zählt von vorne: eins, zwei, drei…

Oh, Gott, wann kommt die Polizei?

Er zählt weiter: vier, fünf, sechs…

Meine Tränen fliesen, ein Reflex?

 

Er zählt weiter: sieben, acht…

So hallt es durch die Nacht.

Er zählt weiter: neun, zehn…

Ist er etwa schizophren?

 

Ich liege nachts in meinem Bett,

So heftig ist das streitende Duett!

Ich merke wie sie aus seinem Zimmer geht,

Merke, dass sie in meinem Zimmer steht.

 

Sie legt sich auf das zweite Bett,

Dann kommt auch er aus dem Duett.

Er läuft sofort hinter ihr her,

Sein Ausdruck einfach seelenlehr.

 

„Du hast dir das selber zu zuschreiben!“

WARUM wollte sie hier bleiben?

„Ich habe dich gewarnt, doch du…!“

Lass uns bitte doch in Ruh!!!!

 

Ich liege nachts in meinem Bett,

Sehe vor mir das streitende Duett!

Ich sehe alles in Detail,

Weis, das alles ist fatal!

 

Sie schreit und wehrt sich immer wieder,

Doch er hält sie fest, schlägt auf ihre Glieder.

Sie schreit und sieht nun zu mir rüber,

All das geht drum und drüber!!!

 

Nun schließt sie ihre Augen,

All ihr Mühe kann nix taugen!

Leblos liegt sie einfach da,

So als ob nix geschah!

 

Aber er, er kann nicht anders mehr,

Um sie zu lieben hasst er sie zu sehr!

Schlag für Schlag, nur das hilft ihm noch,

So versinkt er in dem schwarzen Loch!

 

Einfach aufzuhören, kommt nicht in Frage,

Was ist das für eine zwiste Lage?!

Nun lächelt sie und schweigt für mich,

Oh, Mam, du weißt, ich liebe dich!

 

Er ist ein Schwein, ein Esel und noch viel mehr,

Doch warum setzt du dich nicht mehr zur Wehr?

Warum hast du jetzt schon aufgegeben,

Dein Herz und Leben IHM mitgegeben???

 

Oh, Mam, ich bitte, steh jetzt auf,

Geh bloß jetzt doch noch nicht drauf!!!

Du fühlst den Schmerz, weil du noch lebst,

Weil du immer noch nach der Liebe strebst!

 

Oh, Gott, nimm mir meine Mutter nicht,

Nimm lieber ihn, den grausamen Bösewicht!

Gib mir Kraft um sie zu beschützen,

Gib mir Kraft um sie einfach zu stützen!

 

Ich liege nachts in meinem Bett,

Sehe vor mir das streitende Duett!

Ich weiß, er tut ihr schlimmes an,

Sehe, all das ist ein schlimmer Bann!

 

Er zählt von vorne: eins, zwei, drei…

Oh, Gott, wann kommt die Polizei?

Er zählt weiter: vier, fünf, sechs…

Meine Tränen fliesen, ein Reflex?

 

Er zählt weiter: sieben, acht…

So hallt es durch die Nacht.

Er zählt weiter: neun, zehn…

Ist er etwa schizophren?

 

Warten bringt nix, sie wird noch sterben,

Zur Not, laufe ICH in das Verderben!

Ich stehe auf, atme noch mal ein,

Und laufe auf das doofe Schwein!

 

Ich schreie, mit meinen Fäusten geschwungen,

Meine Angst ist nun bezwungen!

Ich schreie, schlage auf ihn drauf,

Benehme mich wie beim Amoklauf!

 

Ich schreie unter Tränenfluss,

Doch die Schläge sind weich, wie ein Kuss…

Ich schrei, weiß es ganz genau,

Wir sterben noch bei dieser Sau!!!

 

Ich will nicht mehr, will nicht schweigen!

Ich will endlich meinen Willen zeigen!

Das tu ich nun, aber ohne Erfolg,

Denn er ist einer von dem Tätervolk!

 

Er schaut mich an, ganz lange,

Die Tränen fliesen über meine Wange,

Er hebt mich hoch, ganz leicht,

Meine Kraft hat einfach nicht ausgereicht.

 

Er wirft mich gegen eine Wand,

Während mein Wille langsam verschwand,

Ich merke wie ich langsam falle,

Und heftig auf mein Bett knalle.

 

Ich sehe schwarz, alles verschwimmt,

Ich sehe vor mir, wie er mir alles nimmt.

Ich weiß es genau, es ist nun vorbei,

Er zählt von vorne: eins, zwei, drei…

1.3.2016


Ein kleines Geschenk

 

Ich weiß, du magst keine großen Geschenke,

Und auch nicht, wenn ich was vor dir verberge.

Ich weiß, du machst dir immer Sorgen um mich,

Und sagst immer die Wahrheit, bist einfach ehrlich.

Ich weiß, du bist mir nie lange böse,

Und verzeiht mir mein dummes Getöse.

Ich weiß, du bist da, bist an meiner Seite,

Und hast mich geholt aus der Schattenseite.

Als ich wehrlos war, bat ich dich um Hilfe,

Damals reichte mir nicht meine eigene Selbsthilfe.

Du flogst viertausendeinhundertfünfundneunzig  Kilometer zu mir,

Und holtest mich nach einem halben Jahr endlich zu dir.

Hast mir gezeigt, wie es ist gemeinsam zu leben,

Hast für mich einfach alles gegeben,

Hast für mich Gutenachtgeschichten vorgelesen,

Hast mir Sorge gezeigt, dann war ich genesen.

Und trotz unserer Unterschiede, weiß ich:

Unsere Familie bleibt mir auf ewig heilig.

Ich hab dich lieb, du bist einzigartig,

Du bist meine Oma, Ich liebe dich!

  8.Mai 2016


Zum Geburtstag

 

Da ich nicht weiß, was ich dir schenken soll,

Schenke ich dir DAS, denn das ist anspruchsvoll!

Ich schenke dir meine aller liebsten und besten Wünsche;

Das sind nicht nur reine Glückswünsche, sondern Herzenswünsche:

Ein Herz für deine Gesundheit!

Ein Herz für deine Klugheit!

Ein Herz für deine Schönheit!

Ein Herz für deine Sicherheit!

Ein Herz für deine Liebenswürdigkeit!

Ein Herz für deine Freiheit!

Und für alles, was du dir wünscht, ein extra großes Herz von mir,

All das und noch viel mehr wünsch ich heute und für immer dir!

 

12.05.2016


Dummheit der Jugend

 

Nun, was soll ich jetzt noch sagen?
Man wird nicht glücklich ohne etwas zu wagen!
Doch manchmal übertreibt man auch ganz gern,
Denn man sehnt sich nach seinem Morgenstern.
Man denkt, man kann einfach alles schaffen,
Und wenn man es nicht schafft, kann man es nicht fassen.

 

Zum Beispiel, wenn man noch ganz klein ist,
Wenn du noch völlig unschuldig bist,
Dann träumst du, spielst mit deiner Fantasie,
Glaubst an schönen Zauber, an die Magie,
Stellst dir deinen Traumprinzen vor dem Schlafengehen vor
Und träumst von einer goldenen Kutsche vor dem Tor.

 

Du wirst größer, ja beinah erwachsen,
Machst nicht länger diese dummen Faxen,
Suchst dir Freunde, gehst auf Partys,
Fährst auf viel zu überteuerten Taxis,
Doch du wachst nicht in deinem Zimmer auf,
Denn du warst gestern ganz gut drauf.

 

Neben dir, einer, denn du nicht kennst,
Und in neun Monaten, ein Wesen, dass du dein Baby nennst.
Dein erstes Mal, nur noch Hauch, ein Gespenst,
Man sieht wie du jeden Abend deswegen flennst.
Dann träumst du wieder, spielst mit deiner Fantasie,
Hoffst auf schönen Zauber, auf die Magie.

 

Bereust es, nennst es die Dummheit der Jugend,
Und beschwörst deine alte kindliche Tugend.
Doch eines gibst du dennoch nie wieder her,
Denn dafür liebst du dein Baby viel zu sehr!

 

14.05. 2016

 


Der Ausbruch

 

Nun ist es schon so lange her,

Und alles ist längst nicht mehr wie vorher!

Ich stand auf meinen kleinen Beinen,

Wollte einfach nur ganz laut weinen,

Stand einfach da, kein Wort aus meinem Munde,

Ich wusste, wir gingen längst zugrunde!

Ich stand, und wollte ganz laut schreien,

Wollte dich endlich aus seiner Hand befreien,

Doch wie gefesselt stand ich da,

Und wusste nicht, warum das mit uns geschah!

Meine Beine gaben nach, ich kniete nieder,

Sah deine längst schon müden blauen Lieder,

Hörte deine Schreie, spürte deinen Schmerz.

Es wussten alle: dein Mann hat kein Herz!

Auch du wusstest das, doch wolltest bleiben,

Liest ihn einfach sein Spiel mit dir treiben.

Warum? Aus Angst, aus Trauer oder Liebe?

Warum ertrugst du seine schweren Hiebe?

Ich war noch klein, konnte dich nicht schützen,

Vor lauter Lähmung nicht mal stützen!

Ich war benommen, wie ein harter Stein,

Ich wollte nicht länger deine kleine Tochter sein!

Eine Gefangene meiner Angst und meiner Trauer,

Doch dann wagte ich den Sprung über seine Mauer!

 

                                                                   13.05.2016

 


Die eigene Schuld


Ich bin das Wilde, Dumpfe, das man schlug,

Doch dennoch wurde ich ziemlich klug.

 

Ich war verspielt und gut gelaunt

Und habe über alles sehr gestaunt,

Lebte fröhlich, heiter und war glücklich,

Sagte viel, war ziemlich mündlich,

Aber nur bei Menschen die ich kannte,

Ich liebte nur die engsten Verwandte.

 

Doch schon bald kam dieser einer,

Der schlimmste Feind, ein ganz Gemeiner.

Er war zwar nett, doch nur am Anfang

Zum Schluss drängte er mich an den Abhang.

 

Ich war das Wilde, das gebändigt werden musste,

Denn ihm missfiel einfach meine wilde Kruste,

Ich war das Dumpfe, das geschliffen werden musste,

Denn ihm missfiel einfach meine dumpfe Kruste.

 

So wurde ich zu der einen, die man schlug,

Die man erniedrigte, die man immer betrug,

Und auch wenn ich nichts von allem wollte,

Deswegen immer ganz breit schmollte,

Dachte, dass das Schlimme vorüberginge,

Sah ich mich dennoch bereits in einer Schlinge!

 

Meine Schuld, ja, meine und nicht seine,

Denn wer erträgt schon solche Schweine?!

Ich bin das Wilde, Dumpfe, das man schlug,

Doch dennoch wurde ich ziemlich klug.

 

                                                           21.06.2016

 


Bin doch nur ein Mensch

 

Wir sind ja schon ein Tier für sich, nicht leicht und auch nicht einfach

Haben viele Schwächen und wenn nichts passt, dann macht man Krach!

Für alle zu sprechen geht nicht und ich habe es auch nicht vor,

Doch um mich zu erklären, leih ich mir mal euer Ohr.

 

Ich bin ganz nett und höflich, gehorsam, mache keinen Stress,

Lache gerne, tanze, singe und höre ab und zu mal Jazz,

Im Grunde bin ich so wie jede andere, ganz normal,

Doch normal zu sein ist manchmal eine Qual!

 

Und dann ist ja auch noch diese eine Seite,

die sich bisher nur en paar mal befreite,

Die Seite, die mein Egoismus und meine Dummheit pflegt,

Die all den Schmerz, den Trauer und den Hass in sich hegt!

 

Und vereint wird diese Seite in einem einzigen Mann

Den ich nicht lieben darf und nicht hassen kann!

Und dennoch liebe ich und hasse ihn dafür,

Und die Gefühle stauen sich wie ein bösartiges Geschwür!

 

Vor langer Zeit da waren wir zusammen, waren ein richtiges Paar

Doch unsere Liebe war nie so richtig rein und klar.

Dann gingst du fort von mir und kamst dann doch zurück,

Brachtest diese Seite von mir zurück, Stück für Stück!

 

Ich glaube viele kennen das Gefühl an einem Abhang zu stehen,

Wenn man nicht weiß, soll man springen oder doch zurück gehen?

Wenn man sich unsicher ist, die Entscheidung nicht treffen kann:

Geh ich zu ihm zurück oder such ich mir besser einen anderen Mann?

 

Aber das Schlimme ist, wenn man zurück geht, um dann wieder dort zu stehen,

Und wieder wegen dem selben Mann in die Tiefe zu sehen.

Und noch schlimmer ist es, wenn sich das immer wiederholt

Und du selbst hast dich immer noch nicht erholt…

 

Also mein Rat an alle, die sich wegen einer Person abplagen:

Wir sind Menschen und können so einiges vertragen,

Doch wenn man nicht glücklich ist, geht nicht zurück,

Wagt einfach mal den Sprung und findet euer Glück!

 

Hätte ich das früher gewusst, würde ich jetzt nicht vorm Abhang stehen

Und wieder mal wegen dem selben Mann in die Tiefe sehen.

Doch das ist gelogen, denn ich bin nur ein Mensch, ganz einfach,

Und Menschen machen Fehler, denn ab und zu sind sie auch schwach!

 

                                                                                                19.7.2016


Zuversicht

 

Manchmal seh ich dich an, verstehe es nicht,

Wo ist und bleibt meine einfache Zuversicht?

Bin so aufgeregt und manchmal fasziniert,

Doch dann fühl ich mich nur noch isoliert…

 

Ich fühle dieses Chaos in mir drinnen,

Denke, glaube, dass wir alle spinnen!

Ich weiß, ich kann nicht ohne dich,

Aber kannst du auch nicht ohne mich?

 

Du bist der, dessen Berührungen ich spüre,

Dessen Wärme ich neben mir fühle -

Du bist, wie ein Herz, in mir drinne,

Nur dich spüren alle meine Sinne.

 

Ich fühle dieses Chaos in mir drinnen,

Glaube, verstehe, dass wir alle spinnen!

Ich weiß, ich kann nicht mit dir,

Aber kannst du auch nicht mit mir?

 

Du verstehst mich mal wieder nicht,

Für was Festes fehlt meine Zuversicht,

Sie ist gegangen, warten liegt ihr nicht,

Falsch, sie ist das, was auseinanderbricht!

 

Sie war da, hat schon auf dich gewartet,

Aber nach so langer Zeit wurde sie abgekartet.

Sie fing an zu bröseln, beim Erhalteversuch,

Und wartete weiter auf deinen Besuch…

 

Ich fühle dieses Chaos in ihr drinnen,

Verstehe, verleugne, dass wir alle spinnen!

Sie weiß, sie kann nicht ohne dich und nicht mit dir,

Kannst du denn ohne sie oder nur mit ihr?

18.05.2017


Verzweiflung

 

Dieses Gefühl, sag mir wie es heißt,

Bitte sag mir, was du darüber weißt,

Dieses Gefühl, es drückt mich runter,

Bitte sag, wie werde ich wieder munter…

 

Es schürt mir meine Kehle weiter zu,

Hilf mir doch, das kannst nur du!

Hilf mir, ich kann es nicht allein,

Ich will nicht mehr so hilflos sein!

 

Ich hab es alles satt, will weg von hier,

Ich rufe, schreie, Hilf doch mir!

Wieso bist du nicht bei mir?

Ich will nicht mehr, will weg von dir…

 

Sag mir, was dieses Gefühl hier ist,

Sag, was mein Inneres auseinander frisst!

Ich schaff es nicht, ich kann es nicht,

Bist du der Held oder der Bösewicht?

 

Ich will nicht mehr, gib mir Kraft,

Oh Gott, bitte, gib mir Haft!

Ich falle runter, am Boden knieend,

Falle weiter, am Boden liegend.

25.05.2017

Einfach

 

Es ist nicht immer alles einfach,

Du hast mal Stress, mal anderen Krach…

Du bist gebunden, mal gefangen,

Mal kannst du deine Ziele nicht erlangen…

Du versuchst zu fliehen, rennst weit weg,

Drehst dich um, schon vergeht der Schreck…

 

Du ringst nach Atem, flehst nach Luft,

Erstickst in dieser finstern Kluft…

Du kannst nicht mehr, hast alles satt,

Dein Leben läuft längst nicht mehr so glatt…

Du bist verwirrt, was ist richtig und was nicht,

Was bleibt zusammen, und was bricht…

Du drehst im Kreis, verstehst es nicht,

Was ist das Große und was ist schlicht…

 

Es ist nicht immer alles einfach,

Du hast mal Stress, mal anderen Krach.

Aber gebe niemals auf zu leben,

Denn für dein Leben würde einer alles geben,

Sei du selbst, es ist nicht einfach,

Bleib dir treu und werde niemals schwach,

21.05.2017


Du wirst geliebt

 

Schließe deine Augen, entspanne dich,

Hör auf meine Stimme, höre mich.

Sei du selbst, verstell dich nicht,

Sei froh und munter, sei das Licht,

Sei immer höflich, wohl erzogen,

Sei nicht böse, brich nicht den Bogen.

Du bist du, so wie du bist,

Um geliebt zu werden, brauchst du keine List.

Du bist einzigartig, wunderbar,

Du wirst geliebt, das ist doch klar!

25.07.2017


Nächtliche Fee

 

Nachts steh ich vor dem Spiegel hier,

Von der Nacht verzaubert, denk ich mir.

Schwarzes Haar, schwarze Augen, weißes Gesicht,

Verdunkelt, alles von dem schwachen Licht.

 

Tags steh ich vor dem Spiegel hier,

Wo ist der Zauber, denk ich mir.

Braunes Haar, braune Augen, braun wohin ich seh,

ich wünsche mir zurück meine nächtliche Fee.

 

Volle Lippen, überzogen mit Rot wie Blut,

Das gefällt mir nicht, das ist nicht gut!

Aber ich bin wie ich bin, das änder ich nicht

Ich gehe Schritt für Schritt in das stärkere Licht.


Ein Psalm über den Menschen

 

Der Mensch, so wahr wie er ist,

lebt lange bis zu seiner Lebensfrist.

Gezeugt, geboren, aber erschaffen von dir,

wird er dennoch geleitet von menschlicher Gier.

So gut wie du es auch meinst,

so nett wie auch immer du scheinst,

bleibt er dennoch ein Mensch für immer

mit einem Hauch deiner Liebe, hellen Schimmer.

Das Gedicht "Ein Psalm über den Menschen" war ursprünglich eine Aufgabe in dem Schulunterricht.

Jesus

 

Du bist einer, der zu mir steht

Und einer, der mich versteht.

Du gibst mir Hoffnung für mein Leben

Und mein Glauben will ich geben.

Stärkst du mich in meiner Not,

So weiß ich, ich sitz in deinem Boot.

Bin ich verzweifelt und weiß nicht weiter,

Gehst du mit mir und bist mein Leiter.

Du zeigst mir Liebe, schenkst sie mir,

dafür lieb ich dich und danke dir.

Und selbst in meiner tiefsten Trauer,

Umgehst du sanft meine Mauer,

Hältst deine schützende Hand über mich,

Denn du weißt, ich liebe dich.

Das Gedicht "Jesus" hab ich in der ersten Religionsstunde in der elften Klasse geschrieben, natürlich war es eine Aufgabe ein Gedicht oder Aufsatz zu schreiben, welches unsere Beziehung zu Jesus verdeutlicht.


Das Gedicht meines Lebens

Ich war noch klein, da wurde mir das liebste schon genommen,

Ich verstand das nicht und habe jetzt erst recht vernommen,

Dass ich nur noch eine leere Hülle bin

Mein Leben macht nun keinen Sinn.

Zuerst nahm mir mein Vater meinen Bruder weg.

Das war für mich ein großer Schreck.

Ich liebte meinen Vater aber meine Mutter mehr,

Somit blieben zwei Plätze in unserm´ Hause leer.

 

Nach einer Weile kam ein neuer Mann ins Spiel.

Anfangs war er nett, doch dann verlangte er viel zu viel.

Meine Mutter liebte ihn und wollte alles für ihn tun,

Doch das Schwein behandelte sie wie ein dummes Huhn.

Ich konnte nicht länger bei meiner Mutter bleiben,

Mein ganzes Glück zerstückelt in kleine Scheiben;

Ich wollte weg, fort, am liebsten sterben,

Vergessen alle schmerzhaften Scherben.

 

Mein Schicksal aber lies mich weiter leben;

Eine neue Familie wurde mir gegeben.

Meine Erinnerungen löschte ich langsam aus,

Aber meine größte Sehnsucht blieb durchaus:

Meine kleine heile Familie wünsch ich  mir,

Meine Familie ohne Schmerz, Trauer oder Gier.

Dann könnten wir gemeinsam spielend lachen

Und viele andere tolle Sachen machen.

 

Jede Nacht hab ich diesen einen Traum:

Ich steh alleine in einem kleinen Raum.

Die Tür öffnet sich und alles, was ich seh,

ist eine Welt mit weißem, weißem Schnee.

Mittendrin, ich glaub es kaum,

Steht meine Familie unter einem Apfelbaum.

Weinend, Traurig und glücklich auch zugleich,

Ich wache auf und mein Traum verbleicht.

 

Ich wurde größer, kein Mutterkind wie damals.

Trotzdem, Mutter, Vater, Bruder, danke vielmals!

Ich liebe euch für alle eure Taten

Dennoch habe ich euch verraten:

Ich ging weit weg von euch, an einen anderen Ort;

Ich wollte glücklich sein mit ganz viel Komfort.

Ich habe mir mein Schicksal selber ausgesucht,

Aber  das einzige, was blieb, war nur die Sehnsucht.

 

Der Kontakt zu euch wurde  abgebrochen,

Und auch das habe ich mir selber zugesprochen.

Nur ein paar mal im Jahr, das war nicht wirklich viel,

Sprach ich mit meiner Mutter, wie in einem Kinderspiel.

Und egal wie sehr ich mich nach ihr sehnte,

Dachte, dass das Schicksal sich an mich lehnte,

Wusste ich tief in mir verborgen:

„Sie kann einfach nicht um dich sorgen…“

 

Dann kam der Tag an dem ich es erfuhr,

Dass das Schwein gestorben sei, an einer Schnur.

Nun dachte ich : „Es ist vorbei!

Meine Mutter wird jetzt glücklich, sie ist nun frei!“

Aber täuschend waren diese Gedanken,

Ihre Liebe war die, einer Geisteskranken.

Sie wollte keinen an sich lassen,

einfach nur die ganze Erde hassen!

 

Doch dann fand sie neue Liebe in ihrem Leben,

Für ihn würde sie jetzt wieder alles geben.

Auf ihrer Seite ist jetzt das Glück,

Sie will nie mehr in ihr altes Leben zurück.

Und dann hat ihr Mann mich auch noch gefragt,

Und ich habe es zwar sofort abgesagt,

ob ich nicht zu ihnen zurück kehren würde,

Somit schenkte er mir eine schwere Bürde.

 

Die Zeit verging und langsam wurd ich groß,

Ich war auch nicht mehr länger so wehrlos.

Dann kam die Nachricht, bei der ich vor Freude weinte,

Denn mein Bruder fand mich, wie hell die Sonne scheinte!

Das  Jahr 2012 werde ich nie vergessen,

das halte ich nämlich für angemessen,

Das Jahr, in dem er mich wiederfand,

in dem meine Einsamkeit endlich verschwand.

 

Sein Geschenk an mich, ein Lied,

Ist heute noch mein Favorit.

Auch meinen Vater konnte ich endlich wiedersehen

Und alle Gedanken fingen an sich zu drehen.

Wer? Was? Wieso? Weshalb? Warum?

Alle Antworten flogen nur so drumherum!

Erfahren konnte ich so viel Neues,

So viel Schönes, Altes und Liebenstreues!

 

Ich wollte endlich alle wiedersehen,

Konnte von hier nur leider nicht fortgehen.

Also bettelte und flehte ich mit allen Worten

Bis sie mir gaben, ihre ehrlichen Antworten:

„Nächsten Sommer kommen wir,

Was möchtest du für ein Souvenir“

Sie konnten das nur jeden Winter sagen

Zu kommen aber nie wirklich wagen…

 

Die Zeit verging und bald sollte ich entscheiden

„Wenn sie nicht kommen, kann ich die Fahrt nicht mehr vermeiden!

Wenn ich endlich achtzehn bin,

Fahre ich zu meinen Eltern hin!“

Ohne meine Entscheidung zu verraten,

Ohne sich mit anderen zu beraten,

Stand mein Entschluss nun sicher fest,

Falls mein Schicksal die Fahrt zu lässt.

 

Doch kurz nach Weihnachten, vor dem neuen Jahr,

Kam eine Nachricht, die hielt ich nicht für wahr.

Wer hätte dieser Nachricht glauben können?

Diese Nachricht würd ich nicht mal einem Feind gönnen.

„Vater hat sich erhängt“ kam es ganz kurz

Und schon befand sich mein Leben in einem Sturz.  

Mein Glück verschwand, die Tränen blieben.

Hat er gewusst wie sehr wir ihn doch lieben?

 

Einsam folgte ich der Winterstraßen,

Durch die Bäume, Wiesen, durch die Gassen.

Folgte, konnte aber alles nicht begreifen,

Versuchte meine letzte Hoffnung zu ergreifen.

Schuldgefühle plagten täglich

Auch mein Benehmen wurde kläglich.

„Sei nicht traurig, die Zeit heilt alle Wunden“

Doch meine Zeit hab ich sehr langsam nur empfunden.

 

Trauer Tag für Tag, Tränen Nacht für Nacht,

Auch wenn ich sagte „Er gibt jetzt auf dich Acht!

Von Oben passt er nun immer auf dich auf,

Auf deine Gefühle und deinen ganzen Lebenslauf!“

So verlief die Zeit und kaum davon erholt,

Hat das Schicksal mich erneut eingeholt:

„Oma starb vor nicht so langer Zeit“

Sagte man mir erst nach einer Woche bescheid.

 

So ist das Leben kein Kinderspiel,

Das Leben verlangt einem einfach zu viel.

Und dennoch gibt man niemals auf,

So ist halt nun unser Lebenslauf.

Ich wurde achtzehn, konnte endlich gehen,

Meine Mutter, meinen Bruder wiedersehen.

„Oh, Gott! Oh bitte lass die Zeit doch bleiben,

Lass mich einfach in meinem Glück noch treiben!“

 

Die Zeit mit euch verging viel zu schnell,

Ich glaub, das tut sie immer, generell!

Jeden Tag hab ich mit euch genossen,

Dabei so viele Tränen auch noch vergossen.

Ich war wirklich glücklich, ehrlich!

Denn ihr seid mir wirklich nicht entbehrlich,

Aber nach Hause wollt ich fliegen,

Das habe ich euch verschwiegen.

 

An dem Tag, als ich nachhause fuhr,

Gab ich mir selber einen Schwur:

„Ich werde warten, bis sie zu mir kommen,

aber werden sie auch darauf kommen?

Dass ich hierhin nicht wiederkehre,

Dass ich mich gegen all dem hier wehre?

Werden sie mich denn verstehen?

Werden sie mein wahres Ich jemals sehen?“

 

In das Flugzeug stieg ich nur mit Tränen,

Eine erneute Fahrt steht nicht in meinen Plänen.

Seither leb ich so, als ob nichts gewesen sei,

Denn nur so kann ich denken „Du bist frei!“

Und nur so kann ich Geschehenes verschweigen,

Mich vor allen anderen glücklich zeigen,

Ich kann wieder meinen Alltag leben,

Einfach nach neuen Zielen streben!

 

So verging die Zeit, und eins hab ich vergessen,

Die eine Sache, mein Inneres war davon besessen.

Es war das größte Glück, nur für einen Augenblick,

Vielleicht aber auch nur ein dummer, starker Tick,

Denn dieses Glück hatte mich ins Unglück verschleppt

Und mich immer weiter hinter sich hergeschleppt!

Ich war grade mal 18 Jahre alt,

Da traf ich diese seltsame Gestalt.

 

Kennen taten wir uns lange schon,

Doch noch nie hatten wir solch eine starke Reaktion,

Ist es so verwerflich sich in den falschen verliebt zu haben?

Sich selbst und auch ihm eine tiefe Grube zu graben?

Diese seltsame Gestalt, ich habe ihn geliebt,

Ich weiß, es war ein Fehler, wir hatten uns verliebt…

Ich gab ihm alles, meine Liebe und mein Vertrauen,

Dachte, wir würden eine gemeinsame Zukunft bauen.

 

Doch ich war blind und die Ferne brach uns auseinander,

Die Liebe brach uns, wir hassten uns einander.

Diese Show ging fast ein Jahr und war so bitter,

Immer wieder herrschte in meinem Herzen das Gewitter!

Nur wenigen konnte ich mich anvertrauen

Und ich kann immer noch nur einigen Leuten trauen.

Und immer wieder kam es hoch

Und immer wieder landete ich im schwarzen Loch!

 

Aber all das ging vorüber, ich schloss mit ihm ab,

Noch gerade rechtzeitig, ziemlich knapp.

Ich bin erleichtert, es ist vorbei,

Und bin für meinen weiteren Weg frei.

Dann kam mein Abi, mein Schulweg ging zu ende,

Auf diesem Schulweg gibt es endlos viele Bände.

Ich wollte in meine Zukunft starten,

Nicht länger auf meine Liebe warten!

 

Und so wie das Leben mit dir spielt,

Das Herz dir und sich selbst befielt,

So kam nun ER in mein Leben rein,

Und brachte zunächst mal sehr viel Sonnenschein!

Meine Cousine, ich liebe dich von Herzen,

Teile mit dir mein Leid und meine Schmerzen,

Und du hast uns einander vorgestellt.

Ich danke dir für meine neue Welt!

 

Als du mir sagtest, heute würde ich ihn treffen,

Wollte ich anfangs dir was an deinen Kopf werfen,

Hatte Panik, wollte schreien, einfach weglaufen,

Dachte: Es kann doch nur schief laufen!

Aber danke, wegen dir bin ich geblieben

Und konnte mich wieder neu verlieben!

Auch wenn das Warten nicht so einfach war,

Zwei Stunden fühlten sich an wie ein ganzes Jahr!

 

Er kam zu spät zu unserem ersten „Treffen“,

Kein Date, denn zwei Stunden zu spät war sein Eintreffen,

„Vielleicht will er mich ja gar nicht sehen?

Und vielleicht werde ich was Neues nicht überstehen?

Vielleicht sollte ich lieber doch zu Hause bleiben,

Und vielleicht werd ich das alles übertreiben?

Ich verstehe nicht, das Warten liegt mir nicht!

Ist das Treffen für mich eine Pflicht?“

 

Ich wusste nicht, was ich noch denken sollte,

und das obwohl ich ein Treffen mit ihm wollte.

Zum Glück kam er dann irgendwann,

Als mein Verstand endgültig entrann.

Wir fuhren dann an einen schönen Ort,

Er nahm mich praktisch mit sich, von hier fort.

Wir gingen spazieren, redeten ganz viel,

Er war jemand, der mir ganz doll gefiel!

 

Dann folgte das Händchen halten und der erste Kuss,

Eine warme Beziehung, praktisch ein „Muss“.

Es war sehr schön, unsere Zweisamkeit,

Doch anscheinend war ich für weiteres schon bereit.

Ohne mich zu fragen, ohne mich vorzuwarnen,

Wollte er unsere Liebe vor der ganzen Welt umgarnen.

Schon am nächsten Tag lernte ich seine Verwandten,

Als wir uns gerade mal drei Tage kannten.

 

Das hört sich jetzt alles wie in einem Märchen an,

Aschenputtel findet endlich ihren Traummann!

Doch auch diese Beziehung hat ihre Kanten,

Mal Ärger mal Streit, mal andere Passanten…

Aber wenn man es mal genau bedenkt,

Hat das Schicksal uns einander geschenkt!

Und egal was passiert, du, mein Schatz, sollst wissen,

Wenn du nicht bei mir bist, kann ich dich nur vermissen


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