Herzlich willkommen!

Diese Seite habe ich gegründet auf Rat eines Bekannten von mir er sagte "Du kanns so gut zeichnen, warum veröffentlichst du das nicht?" und hier bin ich...

Das wäre mein Leben wenn ich eine Katze wäre  ^^

Ein Wenig über mich:

Ich heiße Nastja und bin in Mai 1997 in Kasachstan zur Welt gekommen

Das Beste, das mit mir passier ist, ist dass ich seit April 2005 in Deutschland, Herrkunft meiner Vorfahren, leben kann und dass ich seit Mai 2012 den Kontakt zu meinem Bruder wieder habe.


 

Sehnsucht


 

Ich war noch klein, da wurde mir das liebste schon genommen,

Ich verstand das nicht und habe jetzt erst recht vernommen,

Dass ich nur noch eine leere Hülle bin

Mein Leben macht nun keinen Sinn.

Zuerst nahm mir mein Vater meinen Bruder weg.

Das war für mich ein großer Schreck.

Ich liebte meinen Vater aber meine Mutter mehr,

Somit blieben zwei Plätze in unserm´ Hause leer.

 

Nach einer Weile kam ein neuer Mann ins Spiel.

Anfangs war er nett, doch dann verlangte er viel zu viel.

Meine Mutter liebte ihn und wollte alles für ihn tun,

Doch das Schwein behandelte sie wie ein dummes Huhn.

Ich konnte nicht länger bei meiner Mutter bleiben,

Mein ganzes Glück zerstückelt in kleine Scheiben;

Ich wollte weg, fort, am liebsten sterben,

Vergessen alle schmerzhaften Scherben.

 

Mein Schicksal aber lies mich weiter leben;

Eine neue Familie wurde mir gegeben.

Meine Erinnerungen löschte ich langsam aus,

Aber meine größte Sehnsucht blieb durchaus:

Meine kleine heile Familie wünsch ich  mir,

Meine Familie ohne Schmerz, Trauer oder Gier.

Dann könnten wir gemeinsam spielend lachen

Und viele andere tolle Sachen machen.

 

Jede Nacht hab ich diesen einen Traum:

Ich steh alleine in einem kleinen Raum.

Die Tür öffnet sich und alles, was ich seh,

ist eine Welt mit weißem, weißem Schnee.

Mittendrin, ich glaub es kaum,

Steht meine Familie unter einem Apfelbaum.

Weinend, Traurig und glücklich auch zugleich,

Ich wache auf und mein Traum verbleicht.

 

Ich wurde größer, kein Mutterkind wie damals.

Trotzdem, Mutter, Vater, Bruder, danke vielmals!

Ich liebe euch für alle eure Taten

Dennoch habe ich euch verraten:

Ich ging weit weg von euch, an einen anderen Ort;

Ich wollte glücklich sein mit ganz viel Komfort.

Ich habe mir mein Schicksal selber ausgesucht,

Aber  das einzige, was blieb, war nur die Sehnsucht.

 

Der Kontakt zu euch wurde  abgebrochen,

Und auch das habe ich mir selber zugesprochen.

Nur ein paar mal im Jahr, das war nicht wirklich viel,

Sprach ich mit meiner Mutter, wie in einem Kinderspiel.

Und egal wie sehr ich mich nach ihr sehnte,

Dachte, dass das Schicksal sich an mich lehnte,

Wusste ich tief in mir verborgen:

„Sie kann einfach nicht um dich sorgen…“

 

Dann kam der Tag an dem ich es erfuhr,

Dass das Schwein gestorben sei, an einer Schnur.

Nun dachte ich : „Es ist vorbei!

Meine Mutter wird jetzt glücklich, sie ist nun frei!“

Aber täuschend waren diese Gedanken,

Ihre Liebe war die, einer Geisteskranken.

Sie wollte keinen an sich lassen,

einfach nur die ganze Erde hassen!

 

Doch dann fand sie neue Liebe in ihrem Leben,

Für ihn würde sie jetzt wieder alles geben.

Auf ihrer Seite ist jetzt das Glück,

Sie will nie mehr in ihr altes Leben zurück.

Und dann hat ihr Mann mich auch noch gefragt,

Und ich habe es zwar sofort abgesagt,

ob ich nicht zu ihnen zurück kehren würde,

Somit schenkte er mir eine schwere Bürde.

 

Die Zeit verging und langsam wurd ich groß,

Ich war auch nicht mehr länger so wehrlos.

Dann kam die Nachricht, bei der ich vor Freude weinte,

Denn mein Bruder fand mich, wie hell die Sonne scheinte!

Das  Jahr 2012 werde ich nie vergessen,

das halte ich nämlich für angemessen,

Das Jahr, in dem er mich wiederfand,

in dem meine Einsamkeit endlich verschwand.

 

Sein Geschenk an mich, ein Lied,

Ist heute noch mein Favorit.

Auch meinen Vater konnte ich endlich wiedersehen

Und alle Gedanken fingen an sich zu drehen.

Wer? Was? Wieso? Weshalb? Warum?

Alle Antworten flogen nur so drumherum!

Erfahren konnte ich so viel Neues,

So viel Schönes, Altes und Liebenstreues!

 

Ich wollte endlich alle wiedersehen,

Konnte von hier nur leider nicht fortgehen.

Also bettelte und flehte ich mit allen Worten

Bis sie mir gaben, ihre ehrlichen Antworten:

„Nächsten Sommer kommen wir,

Was möchtest du für ein Souvenir“

Sie konnten das nur jeden Winter sagen

Zu kommen aber nie wirklich wagen…

 

Die Zeit verging und bald sollte ich entscheiden

„Wenn sie nicht kommen, kann ich die Fahrt nicht mehr vermeiden!

Wenn ich endlich achtzehn bin,

Fahre ich zu meinen Eltern hin!“

Ohne meine Entscheidung zu verraten,

Ohne sich mit anderen zu beraten,

Stand mein Entschluss nun sicher fest,

Falls mein Schicksal die Fahrt zu lässt.

 

Doch kurz nach Weihnachten, vor dem neuen Jahr,

Kam eine Nachricht, die hielt ich nicht für wahr.

Wer hätte dieser Nachricht glauben können?

Diese Nachricht würd ich nicht mal einem Feind gönnen.

„Vater hat sich erhängt“ kam es ganz kurz

Und schon befand sich mein Leben in einem Sturz.  

Mein Glück verschwand, die Tränen blieben.

Hat er gewusst wie sehr wir ihn doch lieben?

 

Einsam folgte ich der Winterstraßen,

Durch die Bäume, Wiesen, durch die Gassen.

Folgte, konnte aber alles nicht begreifen,

Versuchte meine letzte Hoffnung zu ergreifen.

Schuldgefühle plagten täglich

Auch mein Benehmen wurde kläglich.

„Sei nicht traurig, die Zeit heilt alle Wunden“

Doch meine Zeit hab ich sehr langsam nur empfunden.

 

Trauer Tag für Tag, Tränen Nacht für Nacht,

Auch wenn ich sagte „Er gibt jetzt auf dich Acht!

Von Oben passt er nun immer auf dich auf,

Auf deine Gefühle und deinen ganzen Lebenslauf!“

So verlief die Zeit und kaum davon erholt,

Hat das Schicksal mich erneut eingeholt:

„Oma starb vor nicht so langer Zeit“

Sagte man mir erst nach einer Woche bescheid.

 

So ist das Leben kein Kinderspiel,

Das Leben verlangt einem einfach zu viel.

Und dennoch gibt man niemals auf,

So ist halt nun unser Lebenslauf.

Ich wurde achtzehn, konnte endlich gehen,

Meine Mutter, meinen Bruder wiedersehen.

„Oh, Gott! Oh bitte lass die Zeit doch bleiben,

Lass mich einfach in meinem Glück noch treiben!“

 

Die Zeit mit euch verging viel zu schnell,

Ich glaub, das tut sie immer, generell!

Jeden Tag hab ich mit euch genossen,

Dabei so viele Tränen auch noch vergossen.

Ich war wirklich glücklich, ehrlich!

Denn ihr seid mir wirklich nicht entbehrlich,

Aber nach Hause wollt ich fliegen,

Das habe ich euch verschwiegen.

 

An dem Tag, als ich nachhause fuhr,

Gab ich mir selber einen Schwur:

„Ich werde warten, bis sie zu mir kommen,

aber werden sie auch darauf kommen?

Dass ich hierhin nicht wiederkehre,

Dass ich mich gegen all dem hier wehre?

Werden sie mich denn verstehen?

Werden sie mein wahres Ich jemals sehen?“

 

In das Flugzeug stieg ich nur mit Tränen,

Eine erneute Fahrt steht nicht in meinen Plänen.

Seither leb ich so, als ob nichts gewesen sei,

Denn nur so kann ich denken „Du bist frei!“

Und nur so kann ich Geschehenes verschweigen,

Mich vor allen anderen glücklich zeigen,

Ich kann wieder meinen Alltag leben,

Einfach nach neuen Zielen streben!

 

So verging die Zeit, und eins hab ich vergessen,

Die eine Sache, mein Inneres war davon besessen.

Es war das größte Glück, nur für einen Augenblick,

Vielleicht aber auch nur ein dummer, starker Tick,

Denn dieses Glück hatte mich ins Unglück verschleppt

Und mich immer weiter hinter sich hergeschleppt!

Ich war grade mal 18 Jahre alt,

Da traf ich diese seltsame Gestalt.

 

Kennen taten wir uns lange schon,

Doch noch nie hatten wir solch eine starke Reaktion,

Ist es so verwerflich sich in den falschen verliebt zu haben?

Sich selbst und auch ihm eine tiefe Grube zu graben?

Diese seltsame Gestalt, ich habe ihn geliebt,

Ich weiß, es war ein Fehler, wir hatten uns verliebt…

Ich gab ihm alles, meine Liebe und mein Vertrauen,

Dachte, wir würden eine gemeinsame Zukunft bauen.

 

Doch ich war blind und die Ferne brach uns auseinander,

Die Liebe brach uns, wir hassten uns einander.

Diese Show ging fast ein Jahr und war so bitter,

Immer wieder herrschte in meinem Herzen das Gewitter!

Nur wenigen konnte ich mich anvertrauen

Und ich kann immer noch nur einigen Leuten trauen.

Und immer wieder kam es hoch

Und immer wieder landete ich im schwarzen Loch!

 

Aber all das ging vorüber, ich schloss mit ihm ab,

Noch gerade rechtzeitig, ziemlich knapp.

Ich bin erleichtert, es ist vorbei,

Und bin für meinen weiteren Weg frei.

Dann kam mein Abi, mein Schulweg ging zu ende,

Auf diesem Schulweg gibt es endlos viele Bände.

Ich wollte in meine Zukunft starten,

Nicht länger auf meine Liebe warten!

 

Und so wie das Leben mit dir spielt,

Das Herz dir und sich selbst befielt,

So kam nun ER in mein Leben rein,

Und brachte zunächst mal sehr viel Sonnenschein!

Meine Cousine, ich liebe dich von Herzen,

Teile mit dir mein Leid und meine Schmerzen,

Und du hast uns einander vorgestellt.

Ich danke dir für meine neue Welt!

 

Als du mir sagtest, heute würde ich ihn treffen,

Wollte ich anfangs dir was an deinen Kopf werfen,

hatte Panik, wollte schreien, einfach weglaufen,

Dachte: Es kann doch nur schieflaufen!

Aber danke, wegen dir bin ich geblieben

Und konnte mich wieder verlieben!

Auch wenn das Warten nicht so einfach war,

Zwei Stunden fühlten sich an wie ein ganzes Jahr!

 

Er kam zu spät zu unserem ersten „Treffen“,

Kein Date, denn zwei Stunden zu spät war sein Eintreffen,

„Vielleicht will er mich ja gar nicht sehen?

Und vielleicht werde ich was Neues nicht überstehen?

Vielleicht sollte ich lieber doch zu Hause bleiben,

Und vielleicht werd ich das alles übertreiben?

Ich verstehe nicht, das Warten liegt mir nicht!

Ist das Treffen für mich eine Pflicht?“

 

Ich wusste nicht, was ich noch denken sollte,

und das obwohl ich ein Treffen mit ihm wollte.

Zum Glück kam er dann irgendwann,

Als mein Verstand endgültig entrann.

Wir fuhren dann an einen schönen Ort,

Er nahm mich praktisch mit sich, von hier fort.

Wir gingen spazieren, redeten ganz viel,

Er war jemand, der mir ganz doll gefiel!

 

Dann folgte das Händchen halten und der erste Kuss,

Eine warme Beziehung, praktisch ein „Muss“.

Es war sehr schön, unsere Zweisamkeit,

Doch anscheinend war ich für weiteres schon bereit.

Ohne mich zu fragen, ohne mich vorzuwarnen,

Wollte er unsere Liebe vor der ganzen Welt umgarnen.

Schon am nächsten Tag lernte ich seine Verwandten,

Als wir uns gerade mal drei Tage kannten.

 

Das hört sich jetzt alles wie in einem Märchen an,

Aschenputtel findet endlich ihren Traummann!

Doch auch diese Beziehung hat ihre Kanten,

Mal Ärger mal Streit, mal andere Passanten…

Aber wenn man es mal genau bedenkt,

Hat das Schicksal uns einander geschenkt!

Und egal was passiert, du, mein Schatz, sollst wissen,

Wenn du nicht bei mir bist, kann ich dich nur vermissen

 

 

Ein Gedicht, das ich seit der Entstehung immer wieder neu geschrieben und weiterverarbeitet habe


 

                               



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